Bildung Detailhandel Schweiz

Fragestellung
Der Verband plant den Aufbau einer Kaderschmiede, in der die unternehmerischen Kompetenzen der Auszubildenden gefördert werden. Wie ist die Kaderschmiede inhaltlich und didaktisch auszugestalten, damit die unternehmerischen Kompetenzen bestmöglich gefördert werden?

Vorgehen

  • Berufsfeldanalyse zu den verschiedenen Funktionen des Detailhandels
  • Ausarbeitung einer Wegleitung/Prüfungsordnung im Bereich eidg. Fachausweis «Detailhandelsspezialist/in» und eidg. Diplom «Detailhandelsmanager/in»
  • Umsetzung der kompetenzorientierten Prüfungsanlagen mit Expert/innen aus dem Detailhandel
  • Evaluation der ersten Prüfungsdurchführungen
  • Begleitung der Qualitätssicherungskommissionen
  • Aufbau einer Lernwelt zum Einstieg in das eidg. Diplom «Detailhandelsmanager/in» zur Homogenisierung des Vorwissens
  • Aufbau eines onlinegestützten «Campus BDS» zur Entwicklung der unternehmerischen Kompetenzen im Rahmen des Diploms zum/zur «Detailhandelsmanager/in»

Ergebnisse/Produkte
Für den Ausbildungsverlauf zur dipl. Detailhandelsmanager/in wird ein Modell in 3 Phasen gewählt. Wichtig dabei ist, dass auch Quereinsteiger/innen (z.B. Personen mit akademischen Fachausbildungen) ein adäquates Angebot finden. Gleichzeitig wird angestrebt, dass die heterogene Zielgruppe mit einem möglichst einheitlichen Niveau an der Ausbildung teilnimmt. Aus diesem Grund gibt es die Unterteilung in die Phasen «Einstieg», «Basismodule» und «Campus». Die Einstiegsphase garantiert ein einheitliches Grundwissen aller Teilnehmenden und wird über eine Virtuelle Lernwelt gesteuert. Die Phase «Basismodule» liefert die Grundlagen im Bereich Detailhandel und Management. Der Campus ist stringent auf das «Unternehmerische Denken und Handeln» ausgerichtet und basiert auf Case Studies aus der Praxis.

Gewonnene Erkenntnisse
Beim Aufbau des eidg. Diploms zeigt sich, dass das «Unternehmerische Denken und Handeln» das zentrale Erfolgskriterium für die tagtägliche Arbeit der zukünftigen Detailhandelsmanager/innen ist. Die Auszubildenden müssen also genau diese Kompetenz anstreben. Somit liegt die Herausforderung darin, den schillernden Begriff «Unternehmerisches Denken und Handeln» mit Inhalten zu füllen und daraus die entsprechenden Kompetenzdimensionen abzuleiten. In der Projektgruppe wird eine Methodik für die Bearbeitung von anspruchsvollen «unternehmerischen Fragestellungen» erarbeitet, welche den Kern des «Campus BDS» bilden. Mit dem «Campus BDS» wird eine moderne Lernumgebung geschaffen, um die Diplomausbildung kompetenzorientiert und gleichzeitig ansprechend für die Teilnehmenden zu gestalten. Entscheidend dabei, dass sich die Branche mit ihrem fachlichen Know-how bei der Gestaltung der Case Studies miteinbringt und somit äusserst praxisnah ausgebildet wird.