Nachwuchsbildung mit eidg. Abschlüssen

Wo sind die jungen, engagierten Berufsleute?

Eidg-Abschluesse-(630)

 

In Ihrer Branche / Ihrem Berufsfeld zeigt sich folgendes Bild

Die Unternehmen in Ihrer Branche bilden eine beträchtliche Anzahl von Mitarbeitenden in einem sehr spezifischen Fachbereich aus. Dabei stützen sie sich zum grössten Teil auf innerbetriebliche Aus- und Weiterbildungsmassnahmen, weil vergleichbare Bildungsinhalte auf dem Markt nicht angeboten werden. Gleichzeitig treten in diesem Fachbereich immer wieder Engpässe in der Rekrutierung auf, da sich zu wenige junge Leute für diesen Weg begeistern lassen. Es ist schwer, gute Berufsleute zu finden. Der innerbetriebliche Ausbildungsaufwand ist enorm. Verlieren die Unternehmen Mitarbeitende aus diesem Fachbereich, so sind die Stellen kaum nachbesetzbar.

Die Fragestellung

Haben mehrere Unternehmen in Ihrer Branche dieses Problem? Ist es allenfalls lohnenswert für diesen Fachbereich einen eidgenössischen Abschluss anzubieten? Im Bereich der Grundbildung oder im Bereich der höheren Berufsbildung?

Der entstehende Mehrwert

Durch die Ausgestaltung des spezifischen Fachbereichs zum «Beruf» erhöht sich die Attraktivität für angehende Berufsleute. Die Arbeitsmarktfähigkeit der Berufsleute nimmt schlagartig zu. Synergien in der Aus- und Weiterbildung können durch überbetriebliche Angebote optimal genutzt werden. Zusätzlich ist der eidg. Abschluss ein Garant für eine hohe Qualität der zukünftigen Berufsleute.

Was unsere Kunden dazu sagen

Zur Frage einer neuen Lehre im Fachbereich «Produktion öffentlicher Verkehr» durfte Ectaveo SBB Personenverkehr begleiten.

Reinhold Dänzer, Leiter Aus- und Weiterbildung Schweizerische Bundesbahnen SBB

  • Projektleitung in der Vorstudie «neue Lehre»
  • Operative Projektleitung im Projekt: Neue Lehre im Bereich der «Produktion öffentlicher Verkehr»

Ausgangslage für das Projekt

Tätigkeiten in der Reisebegleitung, Planung des Personals und des Rollmaterials oder im Ereignismanagement sind vielfältig und anspruchsvoll. Die Sicherung des Nachwuchses in diesem Bereich wird aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend schwieriger. In den nächsten Jahren fehlen der SBB jährlich über tausend Mitarbeitende. Ein Teil davon in den betrieblichen Bereichen. Im Bereich der Grundbildung gibt es nur die kaufmännische Grundbildung «Öffentlicher Verkehr», die für die beschriebenen Tätigkeiten in dieser Branche ausbildet. Aktuell können in den betrieblich geprägten Berufen verhältnismässig wenig neue Mitarbeitende über diese Lehre gewonnen werden. Die neue Lehre soll helfen, neue Rekrutierungskanäle aufzutun und neue Zielgruppen anzusprechen.
Aufgrund dieser Ausgangslage wurde ein Kompetenzprofil für die Tätigkeiten in den betrieblichen Bereichen des öffentlichen Verkehrs erstellt und mit den Kompetenzen verglichen, die in bestehenden Grundbildungen ausgebildet werden.
Fazit: Es braucht eine neue Lehre, die spezifisch auf das erarbeitete Kompetenzprofil abgestimmt ist. Der neue Beruf umfasst Tätigkeiten im Bereich des Kundenkontakts und der Kundenbetreuung, der betrieblichen Sicherheit, der Planung und Disposition von Fahrzeugen und Personal, sowie im technischen Bereich.

Projektziele

  • Entwickeln einer arbeitsmarktfähigen Lehre, die vom SBFI anerkannt ist
  • Anteil von Lehrabgängern in der Personalgewinnung erhöhen

Erwartete Wirkungen

Wir erwarten, dass es gelingt, mit einer branchenweiten und attraktiven Ausbildung die Zahl der Übernahme von Lehrabgängern in den Betrieben erhöhen zu können. Damit wollen wir sicherstellen, dass auch zukünftig der Nachwuchs im «Öffentlichen Verkehr» gesichert wird.