Validierung von Lernleistungen

Kompetent aber nicht genügend formal?

Lernleistungen-(630)

 

In Ihrer Branche / Ihrem Berufsfeld zeigt sich folgendes Bild

Weiterbildungen nehmen in Ihrer Branche einen sehr hohen Stellenwert ein. Das heisst Ihre Berufsleute haben ein vielfältiges Angebot an Kursen und Lehrgängen und besuchen diese sehr aktiv. Die Berufsleute verfügen dabei über sehr heterogene Kompetenzprofile – vieles an Know-how haben sie sich on-the-job angeeignet. Die Berufsleute haben formale Bildungsabschlüsse in fachfremden Gebieten. Streben die Berufsleute nun einen eidg. Abschluss an, so ist es besonders wichtig, dass die bestehenden Kompetenzen angerechnet werden. Aufbauend auf diesen Abschlüssen gilt es dann nur mehr das Delta auszubilden.

Die Fragestellung

Ist Ihre höhere Berufsbildung so ausgestaltet, dass sie dieser Problematik gerecht wird? Kann man in Ihrem Berufsfeld Lernleistungen anrechnen lassen? Kann man das Delta zum eidg. Abschluss allenfalls in einem modularen System nachholen?

Der entstehende Mehrwert

Ihre Branche verfügt über ein effizientes Aus- und Weiterbildungssystem, welches für angehende Berufsleute attraktiv ist, weil es Vorwissen anerkennt. Sie erhalten starke Abschlüsse und sichern damit die Qualität in Ihrem Feld.

Was unsere Kunden dazu sagen

Zur Frage der Validierung von formellen und informellen Lernleistungen durfte Ectaveo die „Konferenz der Höheren Fachschulen“ begleiten.

Eva Desarzens, Generalsekretärin der Konferenz HF, Projektleiterin der Projekte:

  • Validierung von formalen und nicht formalen Lernleistungen von Lehrpersonen an Höheren Fachschulen, November 2008 – Dezember 2009
  • Umsetzung eines Validierungssystem für Lehrpersonen an Höheren Fachschulen, Januar 2010 – April 2012
  • Betrieb surdossier, seit März 2012

Ausgangslage für das Projekt

Auf der Basis des seit Berufsbildungsgesetzes von 2002 und der Verordnung WBF über die Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF) von 2005 wurden und werden die Bildungsgänge der Höheren Fachschulen einer grundlegenden Veränderung unterzogen. Es wurden neue kompetenzorientierte Rahmenlehrpläne als Grundlage für die Bildungsgänge HF verbundpartnerschaftlich durch die Trägerorganisation, die entsprechende Organisation(en) der Arbeitswelt und die Anbieterorganisationen, u.a. die Teilkonferenzen der Schweizerischen Konferenz der Höheren Fachschulen, entwickelt und vom Staatssekretariat für Bildung Forschung und Innovation (SBFI) in Kraft gesetzt. Daraus abgeleitet erstellen die Höheren Fachschulen ihre Bildungspläne bzw. Curricula für ihre Angebote.

Die MiVo-HF schreibt in Artikel 12 vor, dass jede Lehrperson eine berufspädagogische und didaktische Bildung im Umfang von 1’800 Lernstunden bei hauptberuflicher Tätigkeit und 300 Lernstunden bei nebenberuflicher Tätigkeit vorweisen kann. In der Praxis ist es aber so, dass die Lehrpersonen oft schon didaktische Erfahrung und entsprechende Kurse absolviert haben, nicht aber alle Kompetenzen des Rahmenlehrplans für Berufsbildungsverantwortliche mit einer entsprechenden Qualifikation nachweisen können.

Projektziele

  • Alle Dozierenden HF können die verlangten didaktischen Kompetenzen mit vernünftigem Zeitaufwand über ein online Validierungsverfahren nachweisen.
  • Es steht ein Ausbildungssystem zur Verfügung, das die notwendige Nachholbildung ergänzend zum Validierungsverfahren anbietet.
  • Der Betrieb des Validierungsverfahrens läuft reibungslos.

Erwartete Wirkungen

  • Die Konferenz HF stellt ein Instrument zur Verfügung, das mithilft die Qualität in den Schulen zu fördern und zu halten.
  • Den Höheren Fachschulen steht ein Instrument zur Verfügung, das mithilft die didaktischen Kompetenzen des Lehrkörpers zu gewährleisten.
  • Den Lehrpersonen HF steht ein Instrument zur Verfügung, das Ihnen hilft ihre methodisch-didaktischen Fähigkeiten zu reflektieren.

Special

Einen etwas detaillierteren Einblick zu den Ergebnissen und zum Vorgehen finden Sie in unserem Projektfokus: Konferenz HF