Im Erfahrungsaustausch gestärkt

Spannende Inputs zur Frage der Steigerung der Attraktivität höherer Fachprüfungen bei Dualstark am 25.04.2013

Es war ein spannender Erfahrungsaustausch, zu dem Dualstark [http://www.dualstark.ch/] zusammen mit dem SBFI am 25. April 2013 eingeladen hatte. Der morgen fing mit einem Überblick über die aktuellen Projekte des SBFI an, durch den uns Laura Perret, Leiterin Ressort höhere Berufsbildung, führte. Es warteten verschiedene Workshops auf uns. Doch bevor es in die erste Workshoprunde ging, zeigte uns Ueli Bernhard (Managing Director greenjobs) seine Sicht auf das derzeit wichtige Thema nachhaltige Ressourcennutzung und deren Einbindung in die Prüfungsordnung BP-HFP.

Bei den Workshops war Ectaveo dieses Jahr nicht bloss als Teilnehmerin dabei: Wir haben unser Instrument „Konsistenzprüfung für Berufs- und höheren Fachprüfungen“ vorgestellt. Dieses Instrument wurde von uns in Zusammenarbeit mit dem SBFI und dem EHB während der letzten zwei Jahre entwickelt. Im Workshop entstand ein interessanter Austausch mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen. So sind hilfreiche Rückmeldungen für die Weiterentwicklung hinzugekommen – worüber wir uns sehr gefreut haben!

Zur Inspiration vor der zweiten Workshoprunde hat uns Christoph Gull, Präsident von Dualstark, mit einer Frage konfrontiert: Wie können die höheren Fachprüfungen attraktiver gestaltet werden? Es geht dabei um die Entwicklung einer neuen Prüfungsordnung sowie um eine Qualitätsentwicklung. In sechs Kernpunkten zusammengefasst, lautet sein Ansatz in etwa so:

  • Die höhere Berufsbildung muss den Fokus auf die beruflichen Handlungskompetenzen legen!
  • Nicht die Schulen, sondern die Branchen- und Berufsverbände definieren die Anforderungen an die Kandidierenden!
  • Eidgenössische Prüfungen werden regelmässig und schweizweit durchgeführt, sie sind also keine Einmal-Angebote, wie sie teilweise an Fachhochschulen offeriert werden!
  • Eidgenössische Prüfungen sollen sich durch innovative Prüfungsformen auszeichnen, die sich konsequent an der Praxis orientieren! (Das Schreiben von Diplomarbeiten steht bei eidgenössischen Prüfungen – anders als im akademischen Kontext – also nicht im Vordergrund.)
  • In der Berufsbildung soll die Zusammenarbeit zwischen den Trägerschaften vermehrt genutzt werden!
  • Bei der Vorbereitung auf die Prüfungen sollen innovative Formen forciert werden!

Wir können uns diesem Ansatz nur anschliessen. Legt man in den Vorbereitungskursen und Prüfungen den Fokus konsequent auf die beruflichen Handlungskompetenzen, sichert man nachhaltig den Nachwuchs der Branche. Und mit innovativen und praxisnahen Prüfungssettings gelingt es auch, die kompetenten Berufsleute zu identifizieren. Mit dem erfolgreichen Absolvieren der eidgenössischen Prüfung zeigen sie, dass sie künftige berufliche Herausforderungen erfolgreich bewältigen werden.

Der Erfahrungsaustausch am 25. April war eine ideale Gelegenheit, um diese Thematik im kollegialen Dialog zu vertiefen!

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